Prinzessin Sidonie (Band 3/3) by Julius Bacher

(2 User reviews)   1573
Bacher, Julius, 1810-1889 Bacher, Julius, 1810-1889
German
Okay, I just finished the third and final volume of the 'Prinzessin Sidonie' series, and I have to tell you about it. This isn't your typical fluffy historical romance. It’s the 19th century, and Princess Sidonie is caught in a massive political storm. The book asks one big, messy question: what happens when your duty to your country crashes head-on with the person you love? It's about secret letters, high-stakes negotiations, and the terrifying cost of being a princess who dares to want something for herself. If you love character-driven drama where the personal is deeply political, you need to see how Sidonie's story ends.
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Ehe aus dem sie erdrückenden Unheil zu retten, erfüllt zu sehen. Denn Aurelie hatte ihm diesen Umstand nicht verschwiegen, doch auch zugleich die geringe Aussicht auf Erfüllung des so natürlichen Wunsches angedeutet. Der Graf kannte die Hofverhältnisse zu genau, um ihr darin nicht beizustimmen. Mit der Abneigung des Fürsten gegen dergleichen gewaltsame Mittel bekannt, besonders wenn diese durch des Prinzen Schuld bedingt wurden, war er überzeugt, daß derselbe sich kaum jemals zu der Trennung verstehen und Sidoniens Schritt daher vergeblich sein würde. Alle diese Umstände waren nur zu sehr geeignet, ihn noch tiefer zu beugen, da er überdies keinen rettenden Ausweg aus diesen Verhältnissen zu entdecken vermochte und zugleich verhindert war, Sidonien nahe zu sein. Um so größer war daher seine Freude, als die Mittheilung zu ihm gelangte, daß die Prinzessin auf den Wunsch des Fürsten zur Stärkung ihrer Gesundheit ein Bad gebrauchen würde. Seine Freude wurde freilich durch die Sorge getrübt, daß Sidoniens Befinden wahrscheinlich sehr übel sein müßte, da sie zu einem solchen Mittel genöthigt war, und dieser Umstand mehrte seine Unruhe in so hohem Grade, daß er darunter sichtlich litt und das Auge seiner Mutter oft mit Besorgniß auf seinen bleichen Zügen ruhte. Wie sehr beglückte ihn daher die Nachricht von Sidoniens Wahl des Badeorts; er erkannte darin ihre Liebe und das Verlangen, ihm nahe zu sein und die Gelegenheit zu geben, sie, von den Hofschranzen unbeobachtet, zu sehen. Die geringe Entfernung seines Wohnortes von dem Bade ließ seine Besuche bei Sidonien auch als den Ausdruck der ihr schuldenden Ehrerbietung und daher durchaus selbstverständlich erscheinen. Welche Fülle von Glück lag in dieser angenehmen Aussicht, doppelt groß, da er bereits die Hoffnung aufgegeben hatte, Sidonie so bald schon wieder sehen zu können. In der gespanntesten Erwartung harrte er daher auf Aureliens Mittheilung, welche jene Nachricht bestätigen und zugleich die Zeit der Abreise und des Eintreffens in dem Badeorte bezeichnen würde. Er sollte, wie wir erfahren haben, nicht allzu lange und nicht vergeblich harren; denn schon nach wenigen Wochen erhielt er den hierauf bezüglichen Brief. Sidonie war in dem Badeort glücklich angelangt und begrüßte denselben mit der hingebendsten Freude, nicht nur in dem Bewußtsein, dem Freunde endlich so nahe gerückt zu sein, sondern auch durch die Schönheit des Ortes selbst in hohem Grade angenehm überrascht. In demselben vereinigten sich alle Naturreize einer Gebirgsgegend -- bewaldete Höhen, nackte Felsen, überraschende reizende Fernsichten auf eine verfallene Burg oder den aus Gebüschen und Gestein hervor schimmernden Bergstrom -- in dem anmuthigsten Wechselspiel, über welche jene dem kranken Herzen so wohlthuende Ruhe und Stille ausgebreitet lag, die den vollen Genuß der Naturschönheiten nicht nur gestatten, sondern auch so lieb und angenehm machen. In dem von dem Bergstrom durchrauschten Thal lagen die zierlichen Badegebäude unter laubigen Gärten und schattigen Anpflanzungen versteckt und mit allen Bequemlichkeiten ausgestattet. Sidonie athmete mit vollen Zügen die erfrischende Bergluft in dem Gefühl der Freiheit, die ihr hier in so reichem Maß zu Theil wurde. Sie bewohnte ein von den anderen Gebäuden ziemlich entferntes und auf einem sanften Hügel errichtetes Hôtel, war also dem eigentlichen Badeleben fern, von welchem sie nur wenig berührt wurde. Alle diese Umstände entsprachen so ganz ihren Wünschen, daß sie Aurelien eingestand, sich durch die dargebotenen Genüsse sehr befriedigt zu fühlen und daran die besten Hoffnungen für die Zukunft zu knüpfen. Die Freundin lächelte, ohne jedoch den Anlaß dazu zu verrathen; sie wußte nur zu wohl, daß diesen Genuß nicht die Naturreize allein, sondern wol lediglich die Hoffnung auf das Wiedersehen des Freundes erzeugt hatten. Ihr edles Herz theilte diese Freude vollkommen, da sie der gebeugten Prinzessin so ersprießlich und heilsam war. Ungefähr eine Woche nach...

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This final volume picks up with Princess Sidonie facing her most impossible choice yet. Her heart is pulling her in one direction, while the fate of her small German principality rests on her shoulders, demanding she make a strategic marriage for its survival. The court is a whirlwind of whispers, spies, and diplomats all trying to steer her decision.

The Story

We follow Sidonie as she navigates a maze of political pressure from powerful neighbors and the expectations of her own family. The tension isn't just about who she'll marry; it's about whether she can carve out any piece of her own identity within the rigid cage of royalty. Bacher builds the suspense masterfully, making you feel the weight of every glance and every sealed letter. The ending isn't a simple fairy tale—it’s a resolution earned through struggle, sacrifice, and a hard-won understanding of power.

Why You Should Read It

What grabbed me was how real Sidonie feels. Her frustration, her intelligence, and her moments of quiet defiance make her leap off the page. Bacher, writing in the 1800s, has a surprisingly modern grasp on a woman’s interior life trapped by external rules. The book is less about ballrooms and more about the quiet, desperate calculus of a person trying to find a way to live with themselves. It’s a compelling look at the human cost of diplomacy.

Final Verdict

This is a perfect pick for readers who enjoy classic historical fiction with a strong, thoughtful protagonist. If you liked the personal stakes in novels like The Prisoner of Zenda or the nuanced character studies in George Eliot's work, you’ll find a lot to love here. Just be ready to start from Volume 1—Sidonie’s journey needs all three books to truly resonate.



📚 Public Domain Notice

This publication is available for unrestricted use. Access is open to everyone around the world.

George Clark
1 year ago

I didn't expect much, but the emotional weight of the story is balanced perfectly. A true masterpiece.

Anthony Wright
1 year ago

I stumbled upon this title and the flow of the text seems very fluid. A valuable addition to my collection.

4.5
4.5 out of 5 (2 User reviews )

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