Briefe aus Aulestad an seine Tochter Bergliot Ibsen by Bjørnstjerne Bjørnson

(7 User reviews)   2723
Bjørnson, Bjørnstjerne, 1832-1910 Bjørnson, Bjørnstjerne, 1832-1910
German
Ever wonder what a Nobel Prize-winning writer would tell his daughter in private letters? This collection is exactly that. It's not a famous novel, but a quiet, personal look at Bjørnstjerne Bjørnson—a giant of Norwegian literature—just being a dad. Through letters to his daughter Bergliot, we see his excitement about his work, his worries about the world, and his deep love for his family. The real story here is the gap between the public figure and the private man. It's a gentle, surprising read that reminds you even the most celebrated people have ordinary, heartfelt moments at home.
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Beziehungen die Selbstschilderung der früheren Periode vervollständigen. * * * * * Obige Zeilen waren das Vorwort zu einer Ausgabe, die nur in fünfzig Exemplaren als Manuskript in Norwegen gedruckt wurde. Gleich nachdem diese Exemplare verteilt waren, ergingen sowohl von privater Seite wie durch die Presse eindringliche Aufforderungen an mich, die Briefsammlung öffentlich erscheinen zu lassen. Das tue ich hiermit, nachdem ich einige wenige, aber notwendige Streichungen vorgenommen habe. B. I. Aulestad, 8. Juni 1887. Liebe, liebe Bergliot, als Mutter aus Deinem Briefe vorlas, Du hättest bei der Nachricht, daß mir mein Dichtersold entzogen sei, stundenlang weinen müssen, da konnt' auch ich die Tränen nicht zurückhalten. Ich sah Dich vor mir, wie Du weich und bewegt bist; ich liebe Dein Gemüt an Dir, Bergliot, und bin stolz darauf, daß Du mich verstehst. Dank Dir für Dein Mitgefühl; Du kannst mir glauben, es hat mir wohlgetan. Ich mußte nach meiner Pflicht handeln; denn diese schlechten Menschen gingen darauf aus, mir ebenso zu schaden wie Kielland. Ich gebrauche nicht gern das Wort »schlecht«; aber hier darf ich es ohne Bedenken. Dann waren Mutter und ich lebhaft berührt von Deiner schrecklichen Angst vor einer Untersuchung. Wir fühlen Dir nach, daß es ganz furchtbar ist. Aber wenn es sein muß, muß es eben sein. Ich freue mich mächtig auf den Tag, da Du wieder von Gesundheit und Mut strotzen wirst; so warst Du, ehe diese Sache anfing, und Du mußt wieder die alte werden. Damit ist die Schamhaftigkeit und Vorsicht durchaus vereinbar, von der das Seelenleben einer so unverdorbenen Natur, wie Deiner, beherrscht wird. Du bist von allen unsern Kindern die vollste und _einheitlichste_ Natur. Daher bist Du unter ihnen auch _das Kind_, um das ich mir die wenigste Sorge zu machen brauche. Versuche nun, von der Gesellschaft, in der Du lebst, zu lernen; sie sind so gemessen in ihren Empfindungen und Ideen; es läßt sich so friedlich und gut mit ihnen leben. Grüße alle aufs herzlichste. Hast Du auch nicht vergessen, Hegel zu bitten, die Büste von mir, die Runeberg auf die Ausstellung nach Kopenhagen geschickt hat, an meine Mutter nach Kristiania zu senden? -- Runebergs sind jetzt auf ein paar Tage in Kopenhagen. Sie reisen nach Finnland. Hier ist es unglaublich schön in diesen Tagen, durchaus nicht zu warm. Geht es _Dir_ gut? Sobald Du untersucht bist, mußt Du schreiben! Entsinnst Du Dich der Longworthy-Geschichte, die ich Euch aus England erzählte? Von dem Menschen, der ein junges Mädchen in Belgien heiratete und recht gut wußte, daß kirchliche Trauung nicht genügend war? Und sie später nicht mehr kennen wollte? Nun, er hat jetzt geantwortet (er lebt in Buenos-Aires, Südamerika), und diese Antwort ist vernichtender für ihn als irgend etwas, was die Frau selbst gesagt oder durch Zeugen vor Gericht bekundet hat. _Solch ein ausgemachter Schurke!_ -- Hast Du meinen Aufsatz über Rußland gelesen? Oder soll ich ihn Dir schicken? Du liest »Verdens Gang« jetzt wohl nicht? Es ist ein Brief an Dich aus Kopenhagen gekommen; sollte mich wundern, wenn er nicht vom kleinen Höffding wäre? Du solltest es so einrichten, daß Du so lange wie möglich in Hamburg bleibst, der Sprache wegen. Und solltest eigentlich schon jetzt deutsch lernen. -- Ist es nicht drollig, daß Thommessen »Verdens Gang« gekauft hat, so daß er nun die Hälfte besitzt und zwei andere Freunde je ein Viertel, und nun soll es eine Tageszeitung werden. -- Du weißt wohl, daß auch Garborg den Staatsrevisor-Posten verloren hat? Wir sind also nun drei norwegische Dichter, denen man das Geld wegnimmt, weil wir nicht dieselben Ansichten haben wie die Majorität. -- Ja, leb' wohl, liebe, süße Bergliot! Wir wissen, Du...

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This book is a collection of personal letters from Bjørnstjerne Bjørnson, written from his home at Aulestad to his daughter, Bergliot Ibsen. There's no single plot, but a flow of life. He writes about daily events on the farm, his thoughts on the plays and poems he's working on, and news about family and friends. You get a sense of his travels, his political passions, and the quiet rhythm of his home life, all filtered through his relationship with his grown daughter.

Why You Should Read It

You should read it to meet the man behind the monument. Bjørnson was a national hero, but here he's just a father. His warmth and occasional worries shine through. It’s fascinating to see his creative ideas in their raw, everyday form, mentioned casually between notes about the weather or a visitor. The letters build a portrait of a whole person—his intellect, his humor, and his heart—in a way a formal biography never could.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves peeking into the private lives of historical figures, or for readers who appreciate quiet, reflective nonfiction. If you enjoy biographies, history, or simply well-written personal notes, you'll find this collection deeply satisfying. It's a book for a calm afternoon, a reminder that great art often comes from very human beginnings.



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This text is dedicated to the public domain. Distribute this work to help spread literacy.

Barbara Miller
2 years ago

I have to admit, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. One of the best books I've read this year.

Amanda Ramirez
10 months ago

Having read this twice, the clarity of the writing makes this accessible. A valuable addition to my collection.

Anthony Scott
3 months ago

I was skeptical at first, but it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Truly inspiring.

Thomas White
11 months ago

Based on the summary, I decided to read it and the pacing is just right, keeping you engaged. Don't hesitate to start reading.

Lucas Smith
1 year ago

Finally found time to read this!

4.5
4.5 out of 5 (7 User reviews )

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