Victorian Songs: Lyrics of the Affections and Nature by Garrett, Gosse, and Garrett

(4 User reviews)   1836
By Isabella Wilson Posted on Dec 26, 2025
In Category - Pets & Care
English
Have you ever wondered what people were humming to themselves while wearing corsets and top hats? This book is like finding a dusty music box in your great-grandmother's attic. It's not a novel—it's a collection of actual Victorian songs about love, heartbreak, and nature. But here's the catch: the author is listed as 'Unknown.' So who compiled these poems? Why were these particular songs chosen? Reading it feels like piecing together a puzzle about what truly mattered to everyday people in an era we only think we know from stuffy history books. It's a surprisingly intimate look at the emotional heartbeat of the 1800s.
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Sein Assistenzarzt heißt Werner Strick. Das ist ein Gewaltmensch. Feuchtedengel imponiert ihm nicht, aber sie sind Duzbrüder. Neben dem rotgesichtigen hochwüchsigen Strick, der bei der Visite mit Sporen steigt, die zutrauliche gutmütige beleibte Gestalt seines Medizinalpraktikanten, Krankenjournale vor der kurzen Stülpnase, drüber her auf die Betten glotzend, dampfend vor Eifer. Nach zwei Monaten konsultiert im schwarzen Gehrock nachmittags ein halb fünf Uhr vor der Stationsvisite Feuchtedengel seinen Chef wegen Hirnsepsis. Erklärt sofort, zahlen zu wollen, will wie ein gewöhnlicher Patient behandelt werden. Strick zieht sich die Stiefel an, wobei ihm sein Patient hilft, nimmt den erregten Besucher unter den Arm, setzt ihn im weißgestrichenen Untersuchungszimmer auf einen Eisenstuhl. »Zunge heraus!« »Aufstehen, Fußspitzen zusammen, Augen zu!« »Augen zu!« »Romberg negativ.« Zieht die schweren braunen Vorhänge zu, steckt hinter Feuchtedengels Rücken die Küchenlampe an, spiegelt seine Augen. Nichts zu finden. »Schlaf dich aus, Kerl. Geh nach Hause, Kerl!« Nach drei Wochen schwimmt Hubert wieder an im schwarzen bauchumspannenden Gehrock. Sein Chef schmeißt ihm zwei Sporenstiefel vor die Beine. Hubert knaut, ist gedrückt, stellt die Stiefel auf, bleibt demütig an der Tür. Die Krücke des Spazierstockes fliegt gegen ihn. Drei Tage ist er Luft für seinen Herrn. Schneevoller Winter. Silvesternacht. Sie versöhnen sich im jubelnden Bahnhofslokal. Frühmorgens fünf ziehen sie aufrecht aus der Wirtschaft die Neubrückenstraße herunter durch die Kapellenstraße. Feuchtedengel kann seine Überzeugung nicht zurückhalten. Also die Medizin, sagt er, entwickelt sich, aber schwach; es gibt eine umschriebene lokalisierte Sepsis; man kann sie haben, man kann sie lange Zeit haben. Werner Strick hat seinen Paletot im Bahnhof liegen lassen, geht in einer Flauschjacke, trägt die Reitpeitsche. Er schickt den Schwaben nach der Bahn; als er den Paletot hat, der Dicke ihn wieder demütig angafft, gerät er in Stinkwut über Hubert Feuchtedengel, seinen Medizinalpraktikanten. Haut ihm den steifen Hut ein, spuckt auf das schwarze Brückengeländer, schimpft vor sich. Wie sie weiter marschieren, flucht Strick. Er habe genug von der Sache. Beißt auf seine Zigarre: »Du Schwein. Du verwerfliches Schwein. Du bist ja ein ganz verwerfliches Schwein. Jetzt aber, jetzt sollst du was sehen. Jetzt kommst du mit. Jetzt hast du deine Sepsis und wirst behandelt. Verstehst du, Kerl?« Feuchtedengel ist einverstanden, seine Augen tränen vor Entzücken, er ist vor Rührung nicht imstande, den Hut auszubeulen. »Kerl,« flucht Strick weiter, kaut an seinem kalten Stengel, »Kerl, Kerl, dich werden wir kriegen.« Klirrt mit den Sporen, stubbst am Kino den Plakatständer um. Im Doktorzimmer, mit der Linken Licht knipsend, schubbst der Assistenzarzt den Barhäuptigen gegen die Chaiselongue, streift sich die Ärmel auf. Der Dicke unsicher: »Ziehst du nicht den Mantel aus? Wollen wir die Schwester wecken?« »Nun legst dich hin und hälst die Goschen, Luder damisches.« Strick raucht krampfhaft, schluckt, sucht im Arzneischrank. »Kriegst eins reingefuhrwerkt,« giftet er seinen Schüler an, »daß du platzst. Kollargol, für deine kreuzdämliche Sepsis. Wieviel willst du denn?« »Fünf Gramm,« lächelte der glückliche Hubert; beschaut schmunzelnd seine geschwollenen Armvenen. »Nimm den Arm runter, ist noch nicht so weit. Fünf Gramm kannst ins Gesicht kriegen von mir. Fünfzehn krieste. Zwanzig, wenn du nicht 's Maul gleich zumachst. Spuck dir rein, du verwerfliches Subjekt.« Werner Strick vom Schrank weg, bürstet, wäscht sich im Paletot in den mächtigen Operationsschüsseln. Sein schwarzer Hut schwankt bei der wuchtigen Tätigkeit. Geheimnisvoll von hinten Feuchtedengel, aus himmelnden Äuglein zu seinem Chef: »Fünfundzwanzig Gramm. Ich vertrag es. Ehrenwort. Viel muß man bei mir geben. Über die Maximaldose.« Verächtlich schweigt der Chef. Das Sublimat spritzt, über die Schüssel hinweg springt der Hut. Der Schwabe rückt an, will gebückt unten den Hut fassen, kriegt von der Seite einen Tritt in die Weiche. Massig steht mit der großen Zwanziggrammspritze aus Glas...

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This book isn't a story with a plot in the traditional sense. Instead, think of it as a curated playlist from the 1800s. It collects poems by three writers—the Garretts and Edmund Gosse—that were meant to be set to music. You'll find verses about secret love, longing, the beauty of a rose, and the melancholy of autumn. It’s the stuff of parlour songs and private diaries.

Why You Should Read It

If you think Victorians were all about strict rules and stiff upper lips, this book will surprise you. The emotions here are raw and familiar. The mystery of the 'Unknown' compiler adds a fun layer—you start reading between the lines, wondering about the person who brought these specific poems together. Were they making a statement? It turns historical study into something personal. You're not just learning about the past; you're listening in on its whispers.

Final Verdict

Perfect for history lovers who want to move beyond dates and battles, or for poetry fans curious about the roots of modern songwriting. It’s a quiet, thoughtful book best enjoyed with a cup of tea. You won't get car chases or shocking twists, but you might just feel a connection across the centuries to people who, it turns out, felt things just as deeply as we do.



📜 Copyright Free

This title is part of the public domain archive. Knowledge should be free and accessible.

Kenneth Wilson
1 year ago

A bit long but worth it.

Amanda Lewis
3 months ago

This is one of those stories where the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Highly recommended.

Carol Torres
1 year ago

I have to admit, the emotional weight of the story is balanced perfectly. I learned so much from this.

Robert Robinson
1 year ago

Having read this twice, the narrative structure is incredibly compelling. A valuable addition to my collection.

5
5 out of 5 (4 User reviews )

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