Theatro de João d'Andrade Corvo - I by João de Andrade Corvo

(2 User reviews)   2864
Corvo, João de Andrade, 1824-1890 Corvo, João de Andrade, 1824-1890
Portuguese
Ever wonder what it was like to live through Portugal's political and cultural revolutions in the 1800s? This book isn't a dry history lesson. It's a collection of writings by João de Andrade Corvo, a man right in the middle of it all. Think of it as finding a fascinating old journal. Through his essays and articles, you get a front-row seat to the debates, ideas, and daily life of a nation changing at breakneck speed. The main pull is hearing history from someone who was shaping it. What did people argue about? What worried them? What made them hopeful? If you like history that feels alive, this is your backstage pass.
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das Gesträhne des Fichtenmeers hinauf steigt das riesige Gejohl des Winds. Plötzlich mit überanstrengtem Gebrüll reißt der Sturm die eine Seite, frei von Nebeln, nackt auf und die Flanke des gegenüberliegenden Ufers steht steil mit ausgemeißelten und nordisch kühnen, angestrafften Linien da im leis rauchenden Wasser. Dann wirren Nebel darüber, Wolkenballen sausen brodelnd hinein und in maßlosem Aufruhr tobt die weiche Masse des Dunstes im Griff des Winds. Über den Kamm saust der Sturm, pflückt die Worte vom Mund, rast, zischt und heult wie eine Sirene. Nimmt Nebelmassen, knetet sie zusammen, wirft sie in die Luft auf wie Fontänenstrahlen, knattert in einem endlosen Zug sie über den Kamm und klatscht sie gleich Fahnen gegen den Rand der aufsteigenden Kieferwälder, die knirschen und rauchen. Wolken fliegen wie Ballen über die Haide und schnüren die Ferne zu. Tau perlt im Gestrüpp und als zwei Hunde mit erschütterndem Gekläff hinter einem Hasen jagend Kreise über die Haide ziehen, bricht die Sonne das erste tiefblaue Loch in die Revolte. Und nun strömt der Rauch aus den Schluchten, überall steigen aus den Altaren der Forste weiße Dampfschwaden in die ausgebreitete Wärme und Täler tauchen heraus, die schroff sind mit den Kanten der Felsen, den Kanzeln aus Granit und rotbrauner Haide. Doch alles ist noch ohne Jahreszeit, ist so später Herbst wie es aufkommender Sommer sein könnte, ist anonyme Jahreszeit, Zeitlosigkeit im Sturm, sind Felsen, die sich beruhigen im Ansturm der Winde, Forste, die in der Sonne liegen und denen Herbst kein Blatt verfärbt und Frühling nichts bedeutet, sondern nur dieses: Sturm! Und überall strahlend in den aufgewölbten Mittag brechen die Teiche auf und die Weiher, die tiefeingebettet in den Höhlen liegen, auf denen, leicht bewegt, die Sonne nun verzittert wie ein engmaschiges, tiefrotes Netz, oder die glasig geschliffen hochstarren gleich Jade und gedunkeltem Malachit. Gegen die Dämmerung rast der Sturm noch einmal über den Kamm und bricht mit Nebeln ein in die Wälder des Wurzelstein, in dem die Hexen nisten. Aber der Abend wird klar und verläuft bräunlich und wie Zinnober über dem See von Retournemer. Dort steht ein Forsthaus. Vor einem halbdutzend Jahren waren wir hier, Siebenzehnjährige, und die Douaniers waren hinter uns. Aber wir vertrauten uns dem Chemin des Dames und es war ein guter Weg mit seinen Serpentinen und in einer Dachluke des Forsthauses, zwischen Gebälk und im Mond, spielten wir Karten die Nacht . . . Spät abends in einem ziellosen Geblitz von Sternen brachen kreisende Lichter aus dem Berg und Kegel roten Lichts stachen in die Landschaft. Die Feuer brannten eine halbe Stunde und erregten den Wald und dann fuhr mit Fahnen und Geschrei ein Autobus an dem aufglühenden See vorüber. 2. Nicht daß es ein Bad ist, Gérardmer, auch nicht daß es schön ist und köstlich und an einem See voll Zartheit liegt, will all dies bedeuten: Daß es Französisch ist, gibt ihm die Lässigkeit und die Linie und läßt alles begreifen und bleibt die Mitte und das Verstehenkönnen auch der Wege, die zu ihm führen und derer, die weiterziehn. So die lange Reihe der Seee, die von Retournemer herüber bis an es heran reichen, deren Ufer weiß sind von Reif und in deren zarten Oberflächen die Röte schwimmt vom Dach eines geziegelten Hauses und die pastellhafte Kurve des gesänftigten Höhenzugs mit dem aufflammenden Gelb der Birken. Und den bleichen Mond und die Kaskaden und den Saut des Cuves und den dunklen Farrn bei den Fichten, wie den milden Aufstieg zu den Höhen mit Kühen und den Matten nach den Gipfeln, auf denen überall mit breitausgeholten Formen helle Landhäuser liegen wie große Aeroplane, die in das Köstliche dieser Ebene...

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João de Andrade Corvo was a key figure in 19th-century Portugal—a politician, a diplomat, and a sharp writer. This book, Theatro de João d'Andrade Corvo - I, is a compilation of his work. It's not a single story with a plot, but a curated look at his thoughts on the world around him.

The Story

Instead of a narrative, you're reading a selection of Corvo's essays and articles. He wrote about the big issues of his day: politics, science, agriculture, and Portugal's place in the world. It's like listening in on the conversations that were defining a modernizing country. You follow his mind as he tackles practical problems, debates ideas, and observes the society he's trying to improve.

Why You Should Read It

What makes this special is the direct voice. This isn't a historian summarizing events a century later. This is a smart, involved person telling you what he thinks as it's happening. You feel the urgency and the passion behind the policies. It removes the dust from history and shows you the human engine driving change. His writing is clear and purposeful, which makes complex topics surprisingly accessible.

Final Verdict

Perfect for history buffs who want to go beyond dates and battles, and for anyone curious about how ideas shape a nation. It's not a light beach read, but it's a deeply rewarding one for the right reader. If you've ever enjoyed a well-written opinion column or a thoughtful political memoir, you'll find a similar, classic energy here. You come away feeling like you've had a long, fascinating chat with a pivotal figure from the past.



ℹ️ No Rights Reserved

This content is free to share and distribute. Knowledge should be free and accessible.

Mason Gonzalez
5 months ago

Clear and concise.

Brian Young
1 year ago

Citation worthy content.

4.5
4.5 out of 5 (2 User reviews )

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