Pranto de Maria Parda by Gil Vicente

(10 User reviews)   3986
By Isabella Wilson Posted on Dec 26, 2025
In Category - Pets & Care
Vicente, Gil, 1470?-1536? Vicente, Gil, 1470?-1536?
Portuguese
Ever wonder what a drunk beggar from 16th-century Portugal would say about society? That's exactly what you get in 'Pranto de Maria Parda.' It's a short, sharp monologue where a wine-loving old woman named Maria Parda laments a sudden wine shortage in Lisbon. But this isn't just about a dry spell. Through her hilarious and desperate complaints, she paints a raw, unfiltered picture of her world, calling out everyone from priests to politicians. It's a 500-year-old rant that somehow feels completely fresh and relevant. A brilliant, bite-sized blast from the past.
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Die hübsche blonde Elli Link kam 1918 nach Berlin. Sie war 19 Jahre alt. Vorher hatte sie in Braunschweig, wo ihre Eltern Tischlersleute waren, angefangen zu frisieren. Es passierte ihr ein kleiner Bubenstreich: sie nahm einer Kundin fünf Mark aus dem Portemonnaie. Ging dann auf einige Wochen in eine Munitionsfabrik, lernte in Wriezen aus. War leicht und lebenslustig; es heißt, daß sie in Wriezen nicht asketisch lebte und Sinn für Kneipgelage hatte. Sie kam nach Berlin-Friedrichsfelde. Der Friseur, bei dem sie arbeitete, fand sie fleißig, ehrlich, von sehr gutem Charakter. Er behielt sie bis zu ihrer Verheiratung, ein einviertel Jahr. Daß sie lebenslustig war, entging ihm auch nicht. Bei den Ausgängen mit einer ihrer Kundinnen begegnete sie November 19 dem jungen Tischler Link. * * * * * Elli hatte eine besondere, wenn auch nicht seltene Art. Sie war harmlos frisch, von der Munterkeit eines Kanarienvogels, wie ein Kind lustig. Männer anzulocken, machte ihr Vergnügen. Vielleicht gab sie sich dem und jenem hin: das war Neugierde, Freude, den anderen, das Männchen zu beobachten, dann kameradschaftliches Herumbalgen, das Spaß machte. Sie wunderte sich und fand es lustig, aber komisch, wie wichtig die Männer das nahmen, wie sie sich aufregten. Sie liefen an, man quirlte sie herum, schickte sie weg. Da kam dieser junge Tischler Link. Er war ernst und beharrlich. Er redete von politischen Dingen, die sie nicht verstand, war leidenschaftlicher Kommunist. Er hängte sich an sie. Sie hatte solchen blonden Wuschelkopf, gesunde volle Backen, blickte so vergnügt in die Welt. Sie konnte so übermütig sein, daß ihm das Herz aufging. Er wollte sie zur Frau. Die wollte er neben sich haben. Das war ihr gar nicht komisch. Link fiel aus dem Rahmen der Männer, die sie sonst kannte. Er hatte den Beruf ihres Vaters; sie kannte die Arbeitsdinge, von denen er erzählte. Das beschränkte sie etwas in ihrer Art sich zu geben. Sie konnte nicht mit ihm umspringen wie mit den anderen Männern. Es ehrte und beglückte sie, daß dieser Mann um sie warb; sie war in ihrem Familienniveau. Aber sie mußte sich auch ändern; er legte seine Hand auf sie. Sie berichtete tastend nach Hause: sie habe eine gute und feste Stelle und der Tischler Link, ein fleißiger Arbeiter mit schönem Einkommen bemühe sich um sie. Sie ließ sich von Haus dafür loben. Vater und Mutter freuten sich. Und Elli, wie sie alles überdachte, merkte selbst etwas angenehmes in sich. Sie war ihm eigentlich ganz gut. Er hatte vor, sie zu versorgen; sie sollte eine eigene Wirtschaft führen. Es kam ihr vor: eine Ehe ist etwas furchtbar Drolliges, aber Nettes; er will mich versorgen und freut sich darüber. Sie war ihm eigentlich recht gut. Von gelegentlichen heimlichen Seitensprüngen ließ sie auch jetzt nicht. Link war ihr ganz verfallen. Sie merkte es, je länger sie zusammen waren. Zuerst achtete sie nicht darauf. Männer waren immer so. – Aber dann war es unbequem. Es war auch so stark bei ihm und dann immer gleichmäßig. Und ganz leise stieg etwas in ihr auf: ganz leise verdachte sie ihm dies Wesen. Link hinderte sie, den Faden weiter zu spinnen, den sie angefaßt hatte: er wäre ein ernster Mann, von der Art ihres Vaters, sie wollten eine Familie gründen. Nun sank er auf die Stufe ihrer früheren Liebhaber. Nein tiefer, weil er so an ihr hing, so schrecklich aufdringlich an ihr festhielt. Zu ihrem Ärger, ihrem Schmerz bemerkte sie, mit dem konnte man ja umspringen. Er forderte es geradezu heraus. Sie blieb bei ihm. Es war alles schon im Lauf. Aber es ging ihr je länger je mehr bitter nahe. Es wurmte sie. Dieser...

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Gil Vicente, often called the father of Portuguese theatre, gives us a one-act, one-woman show with Pranto de Maria Parda (The Lament of Maria the Brown). Forget grand plots and epic battles; this play lives and dies by the force of its single character's voice.

The Story

The premise is simple: Maria Parda, a well-known (and well-lubricated) beggar in Lisbon, takes the stage to mourn a public crisis—the city has run out of wine. Her 'pranto' or lament is a torrent of grief, anger, and sharp social observation. She lists all the people and places now suffering without their drink, from church altars to royal courts, weaving in jokes, curses, and surprisingly pointed criticism of the powerful along the way.

Why You Should Read It

What stunned me is how alive Maria feels. She's not a noble heroine; she's a messy, flawed, and incredibly human figure using humor as a weapon. Vicente lets a marginalized character speak truths the elite couldn't. Her lament about wine becomes a clever cover for talking about corruption, hypocrisy, and social inequality. It's funny, yes, but there's a real bite underneath the comedy. You're listening to a voice history usually tries to silence.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves character-driven stories, historical snapshots that don't feel dusty, or just a really good, witty monologue. It's a quick read that packs a punch. If you enjoy Shakespeare's clever fools or the satirical edge of someone like Chaucer, you'll find a kindred spirit in old Maria Parda. Don't let the 16th-century date scare you off—this woman has something to say, and you'll want to hear it.



✅ Usage Rights

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Emily Miller
4 months ago

Just what I was looking for.

Susan Robinson
1 year ago

To be perfectly clear, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Worth every second.

Anthony Nguyen
8 months ago

Read this on my tablet, looks great.

Susan Miller
2 years ago

I have to admit, the emotional weight of the story is balanced perfectly. Absolutely essential reading.

Sandra Martin
6 months ago

Amazing book.

4.5
4.5 out of 5 (10 User reviews )

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