Os Primeiros Amores de Bocage by José da Silva Mendes Leal

(3 User reviews)   3398
Leal, José da Silva Mendes, 1818-1886 Leal, José da Silva Mendes, 1818-1886
Portuguese
Ever wonder about the messy, passionate life behind Portugal's most famous poet? This book takes you beyond Bocage's scandalous reputation to explore the real people who shaped his heart. It's not just about his love affairs—it's about the friendships, betrayals, and early dreams that made him the man who would become a legend. Think of it as a backstage pass to 18th-century Portuguese society, seen through the eyes of a young man trying to figure out who he is. If you like stories about artists before they were famous, with all their flaws and fiery emotions, this one's for you.
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die weißbuschigen Augenbrauen noch grimmiger zusammengezogen wie sonst. »Gundula kann Gott danken, daß der Bär von Hohen-Esp sie zum Weibe begehrt! Ist wohl kein Nest so weich gepolstert wie das seine, und wenn man den Grafen ansieht, lacht selbst solch altem Kerl wie mir das Herz im Leibe; wieviel mehr meiner jungen Tochter, die sich ihr Männerideal nach Romanbüchern gebildet hat! Na, und in den Büchern sind die gräflichen Freier meist jung, schön, reich und ritterlich, just so wie Friedrich Karl von Hohen-Esp!« -- Die alte Dame, welche dem Sprecher gegenübersaß, richtete sich noch straffer empor und legte die großen, kräftigen, schneeweißen und ungeschmückten Hände im Schoß zusammen. Ihre klaren, durchdringend ernsten Augen hefteten sich ruhig auf die hünenhafte Gestalt des Bruders, welcher auf seinen Krückstock gestützt vor ihr stand und sie schier herausfordernd anblickte. »Jung, schön, reich und ritterlich!« wiederholte sie langsam, »ja, das ist er, -- aber er ist noch mehr, und dieses >mehr< will mir nicht behagen.« »Und das wäre, meine Allergnädigste?« Der Kammerherr mußte sich des gichtgeschwollenen Fußes wegen auf den Stock stützen, er konnte nicht den grauen Schnauzbart seiner Angewohnheit gemäß mit ungestümem Ruck emporstreichen, aber seine Muskeln arbeiteten desto kräftiger in dem scharfgeschnittenen Gesicht, so daß sich die starren Haare auf der Oberlippe sträubten wie in zornigem Aufbegehren. Alle fürchteten dieses Anzeichen bei dem alten Herrn, nur Fräulein Agathe von Wahnfried nicht. Sie glättete mit der Hand die rauschenden Seitenfalten ihres Kleides und antwortete voll unerschütterlicher Ruhe: »Graf Friedrich Karl ist leichtsinnig. Er ist durch und durch Lebemann, -- die große Welt, in welcher er, der Frühwaise, so jung schon, selbständig ward, droht sein Verderben zu werden.« »So! -- Inwiefern, wenn man fragen darf?« »Weil er sich ruiniert, -- weil er über seine Verhältnisse lebt!« Der Kammerherr lachte hart auf. »Ein Hohen-Esp sich ruinieren! Ein Hohen-Esp über seine Verhältnisse leben! -- Ahnst du, wie reich der Mann ist?« »Man kann in einer einzigen Nacht Hunderttausende verspielen!« »Tut er aber nicht!« »Tut er doch! -- Der Graf ist ein leidenschaftlicher Spieler. Möglicherweise hat er bis jetzt Glück am grünen Tisch gehabt, -- wenn das aber einmal aufhört, wird er sich und die Seinen rücksichtslos an den Bettelstab bringen!« »Lächerlich! -- Es gibt keinen vernünftigeren Mann wie Hohen-Esp! Bei Whist und Ekarté macht man sich nicht bankrott! Ich als Mann dürfte wohl mit den Gepflogenheiten des Grafen besser Bescheid wissen, wie eine alte Jungfer! Was in deinen Weiberkaffees zusammengeklatscht wird, kümmert mich nicht!« »Ich habe nie mit einer Dame über den Freier deiner Tochter gesprochen!« Fräulein Agathe von Wahnfried sah weder gereizt noch beleidigt aus, ihr großes, gradliniges Gesicht blieb so ruhig und energisch wie stets. »Hast du dich bei seinem ehemaligen Regimentskommandeur erkundigt?« »Nein!« »Weil du es leider für überflüssig hieltest. Daß der Graf Hohen-Esp ein Spieler ist, pfeifen die Spatzen auf dem Dache.« Der alte Herr stieß seinen Krückstock ingrimmig auf das Parkett. »So; gut; -- ein Spieler. Und was noch weiter? Vielleicht ein Säufer? Ein Weiberheld ... ein Totschläger ...? He? -- Nur hübsch weiter im Text!« »Von diesen genannten Eigenschaften ist mir nichts bekannt, -- im Gegenteil, man lobt den jungen Mann als einen sonst sehr liebenswürdigen und ehrenhaften ...« »Na, also! Wozu denn das ganze Lamento! Verlangst du etwa, daß ich ihm einen Korb geben soll, lediglich, weil er mal in fideler Gesellschaft ein Spielchen macht?!« -- und Herr von Wahnfried nahm seine Promenade durch den Salon wieder auf, daß der Krückstock auf dem Parkett dröhnte. »Das wäre mir freilich das liebste, denn das ganze Lebensglück unseres Lieblings einem Spieler anvertrauen ...« »Blödsinn! Infamer Blödsinn! Du bist eifersüchtig, du willst das...

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Let's be honest—when we hear the name Bocage, we think of the wild, rule-breaking poet of 18th-century Portugal. But José da Silva Mendes Leal's book asks a different question: what was he like before all that? This isn't a dry biography. It's a look at the people and moments that lit the fuse.

The Story

The book follows a young Bocage, not yet the famous literary rebel. We see him navigating his first deep friendships and his early, intense romantic entanglements. It's about the joy of connection and the sharp pain of betrayal. The story shows how these early experiences—some tender, some disastrous—shaped his view of the world and ultimately fueled the passionate, critical voice he became known for.

Why You Should Read It

I loved how this book makes history feel personal. Bocage stops being just a statue or a name in a textbook. You get a sense of the young man's confusion, his hopes, and his raw talent. The writing brings 1700s Portugal to life without feeling like a history lesson. It’s a story about growing up, about the friends who change you, and the first loves that leave a permanent mark.

Final Verdict

Perfect for anyone who enjoys character-driven historical fiction or is curious about the human side of famous figures. If you've ever been interested in Bocage's poetry, this book gives wonderful context. But even if you've never read a line of his work, it stands on its own as a compelling story about youth, art, and finding your voice.



⚖️ Free to Use

No rights are reserved for this publication. Access is open to everyone around the world.

Aiden Lee
1 year ago

After finishing this book, the storytelling feels authentic and emotionally grounded. One of the best books I've read this year.

Patricia Robinson
5 months ago

A bit long but worth it.

Elijah Rodriguez
1 year ago

This book was worth my time since it provides a comprehensive overview perfect for everyone. One of the best books I've read this year.

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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