C. F. Gellerts Sämmtliche Schriften by Christian Fürchtegott Gellert

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Gellert, Christian Fürchtegott, 1715-1769 Gellert, Christian Fürchtegott, 1715-1769
German
Ever wonder what people were reading in the 1700s before novels got really dramatic? Meet Christian Fürchtegott Gellert. This isn't one story, but his complete works—a whole collection of fables, poems, letters, and moral writings that were the comfort food of the German Enlightenment. Imagine a kind, gentle professor trying to guide society toward being better, kinder people through simple, clear stories. The 'conflict' here isn't a villain; it's the struggle between human folly and the aspiration for virtue. It's a fascinating, quiet window into the everyday hopes and worries of a world on the cusp of modernity. Think of it as a historical self-help book with heart.
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Freude, und dann habe ich es geglättet und geküßt und verbrannt. Du . . . unser Tag . . . als wir über die Brücke gingen. Keines sagte: ich habe dich viele Monate nicht gesehen. Nein. Niemand sagte so. Röte ging rauschend über den Himmel. Türme und Kuppeln schwammen strahlend und dunkel über die Glut des Abends. Wind riß die letzte Sonne durch unser Haar. Lolo, wir sprachen. Doch unsere Augen zerrten am Himmel. Dann gingen wir ohne Worte. Und plötzlich blieben wir stehen: Du hast ein grünes Kleid . . . Du hast einen hellen Hut. Staunen faßte uns wie Kinder. Wir waren wie auf Inseln eine Begegnung. Du hast ein grünes Kleid . . . O wie war unser Tag voll Gelächter. Das waren die alten Häuser am Main, auf die die Sonne noch einmal Strudel von Licht stürzte, daß sie erbebten. Das waren alte Pappeln und viele Fischernetze. Das waren viele Dinge, über die wir hätten weinen mögen vor Sehnsucht, aber wir standen im Wind und lachten. Wir saßen im Dom zwischen armen Leuten und den bösen mittleren Bedrückten, eingekeilt, du, Lolo mit den schönen Hüften. Wie strahlte uns die dunkele Ecke von Holz und das Fenster und das rote Licht. Auch hast du gekniet, einmal, es war eine Verzückung, meine Fingerspitzen rauschten vor Seligkeit, ich hätte dich töten können. Du warst königlich geworden. Es war mit jedem Schritt, als ob du groß durch eine Wüste kämest. Und die Stille um dich war wie das verknirschte Geheul einer betäubenden Menagerie. Wie waren deine Schenkel stolz und wild. Immer war es: ich müsse ein Wort sagen, platzend von Kraft und überreif vor Süßigkeit und lächelnd mit meinen Händen über deine Wangen hinunterfahren über deine Hüften bis an die Knie, die ich jubelnd empfinde als eine Freudigkeit. Lolo, wie warst du schön, als dein Zimmer dich umgab und die Spiegel und deine Ringe, ich weiß es kaum noch, Sonne rast taumelnd über meinen Tisch. Du hattest viele köstliche Decken, Batik, wohl erinnere ich mich. Lolo, deine Brust schwebte leuchtend unter der Bluse wie das Elfenbein der Psalmen. Wie war dieser Tag dunkeläugig vor Staunen, süß von Gelächter. Lolo. Ich habe dich nicht geküßt. Aber noch höher riß uns wie dieser Rausch die Stunde in dem großen Saal mit blitzendem Silber, dem Weiß, den Lichtern und der Musik von tausend redenden Menschen . . . alles um dich wie ein Wirbel, der dich schmückte, geschart. Als wir einen schönen Fisch zwischen uns teilten und du den burgundischen Wein zwischen dem Rosa deiner Hände hieltest, der wie Wachs war und Öl und nach Erde schmeckte, herb und herbstlich. Wir redeten und unsere Silben liefen wie Schlittschuhläufer atemlos über die Ebene der weißen Decke aufeinander zu und trafen sich maßlos beseelt wie in einem endlosen Raum von Verzückung. Lolo, Traum und Rasen schwellten mich, als wir damals unter Menschen gingen, um allein zu sein. Und vergiß nicht den kleinen Jungen, der uns den Weg zeigte, die Fassade des Römer in der Nacht, und daß ich einmal nach deiner Hand haschte. Es war. Es war Ewigkeit. Auch dies. Du hast mir, als wir noch sehr jung waren, du hast mir vor drei Jahren einmal ins Gesicht geschlagen. Wie ist dein Gang nun königlich. Deine Augen, in denen Gefahr ist und über denen ein ewiges Losschnellen hängt, sind mit Güte verdunkelt. Wie groß sie sind. Als der Bahnhof mit dir entschwebte, als ich fuhr und deinen Rücken sah, der sich vor mir bewegte, fiel die Finsternis gelöschter Laternen wie prallender Regen auf die Halle, die zurücksank. Ich werde dich auch nicht küssen, wenn du...

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First things first: this isn't a page-turner in the modern sense. 'C. F. Gellerts Sämmtliche Schriften' is a complete collection. It's like opening a time capsule from the heart of 18th-century Germany.

The Story

There's no single plot. Instead, you get a mix of his most famous works. You'll find charming fables where animals teach lessons about honesty and hard work. There are thoughtful poems that explore faith, love, and simple joys. A big part is his moral writings and letters—imagine a wise, patient friend writing about how to live a good, decent life. He was less about fiery sermons and more about encouraging everyday goodness.

Why You Should Read It

Reading Gellert is surprisingly calming. His voice feels genuine and warm. In a time of complex philosophy, he spoke directly to ordinary people. His focus on kindness, conscience, and practical virtue cuts through the centuries. You see the roots of a lot of modern thought about character and society. It's not flashy, but there's a steady, comforting wisdom here that feels refreshingly sincere.

Final Verdict

Perfect for history buffs, literature students, or anyone curious about the intellectual 'mood' of the 1700s. If you enjoy Jane Austen's moral world or Benjamin Franklin's practical wisdom, you'll find a kindred spirit in Gellert. Don't binge it—dip in and out. It's a book for quiet afternoons, offering a gentle conversation with a thoughtful mind from the past.



📜 No Rights Reserved

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Emily Thomas
5 months ago

Wow.

Kenneth Torres
1 year ago

I have to admit, the depth of research presented here is truly commendable. A valuable addition to my collection.

Elijah Scott
1 year ago

The fonts used are very comfortable for long reading sessions.

Jackson Hernandez
5 months ago

Not bad at all.

Margaret Harris
5 months ago

Beautifully written.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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